Diese drei Geräte zu Hause sollten Sie niemals vom Strom trennen – und das ist der Grund

In Zeiten, in denen viele versuchen, die Energierechnung zu drücken, wirkt es logisch, Geräte komplett vom Netz zu trennen. Überraschenderweise kann genau das bei bestimmten Elektronikgeräten nicht nur frustrierend werden, sondern auch unerwartete Kosten nach sich ziehen. Im Folgenden erkläre ich, warum das Ausschalten von Geräten wie OLED-Fernseher, Tintenstrahldrucker und Router tatsächlich schädlich sein kann.
OLED‑Fernseher: auf Bildprobleme achten
Moderne OLED-Fernseher haben automatische Abläufe, die nach dem Ausschalten eine Pixeloptimierung starten. Dieser Vorgang dauert zwischen 12 und 15 Minuten und soll dauerhafte Bildretention (dauerhafte Geisterbilder/Einbrennen) verhindern. Wenn man jedoch den Stecker zu früh zieht und den Stromkreis unterbricht, kann das Display dauerhaft beschädigt werden.
Ein OLED-Panel kommt im Durchschnitt auf 100.000 Stunden Lebensdauer — das entspricht bei fünf Stunden Nutzung am Tag knapp 55 Jahren. Deshalb ist es sinnvoll, den Fernseher angeschlossen zu lassen, damit die Optimierung nicht abgebrochen wird und die Investition geschützt bleibt.
Das ist keine übertriebene Vorsichtsmaßnahme: ein Abbruch dieser automatischen Routine kann zu irreversiblen Schäden führen und die lange Lebensdauer stark verkürzen.
Tintenstrahldrucker: der stille Tintenfresser
Bei Tintenstrahldrucker-Modellen steckt ebenfalls mehr drin als man denkt. Jedes Mal, wenn ein Drucker vom Strom getrennt und wieder eingeschaltet wird, startet er einen Reinigungszyklus, der zusätzlichen Tintenverbrauch verursacht. Dadurch leeren sich die Kartuschen schneller, und die Druckköpfe können verstopfen oder austrocknen.
Der erhöhte Tintenverbrauch kostet Geld und verzögert außerdem den Druckvorgang, besonders wenn der Drucker nach dem Einschalten erst noch aufheizen oder sich vorbereiten muss. Ein dauerhaft mit Strom versorgter Drucker ist schneller einsatzbereit und verhindert unnötige Wartungsarbeiten sowie zusätzliche Kosten durch häufige Neustarts.
Router und Heimnetz: warum Aus schädlich sein kann
Manche schalten ihren Router nachts aus, um Strom zu sparen. Das kann allerdings Probleme bringen. Wichtige Geräte wie Sicherheitssysteme, smarte Thermostate oder Babyphone können die Verbindung verlieren. Außerdem gehen oft wichtige Einstellungen verloren, wenn der Router ständig aus- und wieder eingeschaltet werden muss.
Ein Router sollte durchgehend mit Strom versorgt sein, damit er zuverlässig läuft — vor allem wenn er für Geräte wie eine Alarmanlage relevant ist. Häufige Neustarts können auf lange Sicht mehr Energie verbrauchen, als im Standby-Modus gespart würde. Ein stabiles Netzwerk hat weniger Störungen und spart Zeit beim erneuten Konfigurieren.
Folgen und praktische Tipps
Regelmäßiges Trennen vom Stromnetz kann nicht nur zu Datenverlust oder fehlenden Einstellungen führen, sondern auch die Stabilität von Smart‑Home-Systemen gefährden. Das erzeugt versteckte Kosten durch verschlechterte Geräte oder erhöhten Verbrauch von Materialien wie Tinte. Kurzfristig eingesparte Beträge können so langfristig in teure Reparaturen umschlagen.
Tipp: Geräte nur ausschalten, wenn der Hersteller das empfiehlt. Bei OLED-Fernseher heißt das: nach dem Ausschalten angeschlossen lassen. Drucker sollte man über den An/Aus-Knopf ausschalten — niemals einfach den Stecker ziehen. Und Router am besten immer eingeschaltet lassen, damit geknüpfte smarte Geräte und Sicherheitssysteme durchgehend funktionieren.
Letztlich gilt: Auf die speziellen Anforderungen jedes Geräts achten und sich informieren. Statt aus gutem Willen falsch zu sparen, sollten dauerhafte Funktionalität und der Schutz der eigenen Investitionen im Vordergrund stehen.