Laut Psychologie zeigen Menschen, die häufig Gespräche unterbrechen, diese sieben verborgenen Charakterzüge

Jeder kennt das: Man ist mitten im Satz, und plötzlich platzt jemand dazwischen, als wäre das Gespräch ein Wettkampf. Viele empfinden so ein Dazwischenreden als störend oder unhöflich, doch meist steckt keine böse Absicht dahinter. Solche Momente spiegeln oft tiefere psychologische Muster wider. Was treibt diese Menschen wirklich an, und wie kann man besser damit umgehen?
Probleme mit der Impulskontrolle
Eine häufige Ursache für ständige Unterbrechungen liegt in der schwachen Impulskontrolle. Leute mit diesem Merkmal haben oft Schwierigkeiten mit ihren exekutiven Funktionen (also Planen, Hemmen, Arbeitsgedächtnis), die nötig sind, um Verhalten zu steuern. Stell dir ihr Gehirn wie eine belebte Kreuzung ohne Ampeln vor, wo Gedanken einfach herausplatzen.
In Meetings fällt auf, dass diese Personen aus Angst, ihre Idee zu vergessen, andere unterbrechen. Ein einfacher Trick: eine Notiz-App oder ein kurzes Stichwort notieren, um den Gedanken sofort festzuhalten und das Kopfkino zu beruhigen.
Bedürfnis nach Bestätigung
Ein weiteres typisches Muster ist der hohe Bedarf an Bestätigung. Solche Menschen sehnen sich nach Anerkennung und lenken Gespräche oft auf sich, indem sie Storys überbieten oder Kleinigkeiten korrigieren. Psychologisch steckt dahinter die Angst, übersehen zu werden.
Statt sich aufzudrängen, funktioniert es oft besser, durch aktives Zuhören und gezielte Fragen das Gespräch in eine positivere Richtung zu lenken.
Soziale Angst
Ironischerweise können auch selbstsicher wirkende Unterbrecher unter sozialer Angst leiden. Sie empfinden Pausen als unangenehm und fürchten peinliche Stille. Aus Unsicherheit handeln sie schnell, um das Gefühl von Kontrollverlust zu vermeiden.
Ein Training kann sein, kleine Pausen auszuhalten und innerlich bis „eins, zwei“ zu zählen, damit der Gesprächsfluss sich natürlich entwickelt.
Antworten statt verstehen
Aktives Zuhören hilft hier: die letzten Worte des Gegenübers gedanklich wiederholen oder kurz zusammenfassen, bevor man selbst spricht.
Gespräch als Wettkampf
Ein wettbewerbsorientierter Gesprächsstil macht Diskussionen oft sportlich, besonders wenn jemand Geschichten überbietet — zum Beispiel: „Du läufst 5 km? Ich bin einen Marathon gelaufen.“ Dahinter steht häufig die Überzeugung, den eigenen Wert durch beeindruckende Leistungen zu steigern.
Hilfreich ist, sich selbst zu fragen: Versuche ich, Verbindung aufzubauen, oder will ich nur gewinnen?
Emotionale Reaktivität bei Meinungsverschiedenheiten
Manche Menschen unterbrechen, um bei Meinungsverschiedenheiten die Kontrolle zurückzugewinnen. Diese emotionale Reaktivität zeigt sich in hektischen Klarstellungen und der Unfähigkeit, Spannung auszuhalten.
Tiefes Durchatmen und aktives Zuhören können helfen, die eigene Gefühlslage zu beruhigen und eine respektvolle Antwort zu formulieren.
Nicht merken, wie man rüberkommt
Schließlich gibt es Menschen, die schlicht nicht bemerken, wie sie auf andere wirken. Sie unterschätzen, wie oft sie dazwischenreden, oder glauben, mit ihren Einwürfen helfen zu wollen.
Das Problem der sozialen Wahrnehmung lässt sich gut durch ehrliches Feedback von vertrauten Personen angehen. Empfänger können außerdem sanft Grenzen setzen, um den Gesprächsverlauf wiederherzustellen.
In einer Welt, in der Kommunikation eine große Rolle spielt, lohnt es sich, diese Verhaltensmuster zu erkennen und daran zu arbeiten. Stell dir vor, wie viel harmonischer Gespräche verlaufen könnten, wenn sich jeder ein bisschen mehr gehört fühlen würde.